Traditionelle Photographie – analoge Photographie

Die traditionelle Photographie hat auch heute noch einen hohen Stellenwert, ist vielleicht sogar wieder im Kommen. Nach dem Megapixelwahn und perfekt scharfen, sterilen und wahnsinnig mit Photoshop manipulierten Bildern, macht es mitunter Freude, auch mal wieder ein „richtiges“ Photo zu sehen.Canon AE-1 mit Tamron Zoom - traditionelle Photographie

Analoge Photographie auf Film ist in der heutigen Zeit vielleicht ein teurer Anachronismus, aber sie macht durchaus Spaß.

Die beiden wichtigsten Filmhersteller Kodak und Agfa gibt es leider inzwischen nicht mehr. Es gibt zwar noch einige Filme dieser Firmen oder unter deren Namen zu kaufen, aber die ursprünglichen Firmen haben die Insolvenz nicht überlebt. Zwei neue Hersteller sind allerdings aufgetaucht. Die Firma Impossible stellt komplett neu entwickelte Filme für alte Polaroid-Kameras her und ADOX könnte man als Agfa-Nachfolger in S/W-Bereich sehen. Hier gibt es weiterhin neue Entwicklungen und einige Auswahl. Auch „Ostfirmen“ stellen neben dem Traditionshersteller Ilford weiter analoge Filme her.

Insgesamt ist es natürlich weitaus schwieriger und teuer, heute noch traditionell zu photographieren. Kameras sind dabei eher das kleinste Problem. Gebrauchte analoge Kameras bekommt man relativ günstig von allen großen und kleinen Marken wie Canon, Nikon, Olympus, Minolta, Pentax, Mamiya … Nur was damals schon teuer war, wie Rolleiflex, Leica oder Hasselblad ist es auch heute noch.
Der „Mißbrauch“ guter alter Objektive an modernen Digitalkameras macht diese Optiken inzwischen sehr teuer. Und das Filmmaterial ist – aufgrund des inzwischen recht kleinen Marktes – auch nicht günstig zu bekommen.

Model Claudia - analoges Foto von Ulf PieconkaAuch ist der Aufwand natürlich erheblich höher. Erst nach der Filmentwicklung erfährt man, wie die Bilder geworden sind. Im Regelfall werden dann die Negative mit einem hochauflösenden Filmscanner eingescannt und von Staub und Kratzern befreit. Ggf. macht man hier dann auch noch eine Korrektur des Weißabgleichs. Früher hat man das Filmmaterial, welches nur für einen bestimmten Farbtemperaturbereich abgestimmt ist, dann mit entsprechendem Filtereinsatz angepaßt. Je nach Tageszeit wurden unterschiedliche Filter auf das Objektiv geschraubt. Bei digitalen Kameras übernimmt diese Anpassung in der Regel die Automatik.

Natürlich kann sich, wenn das analoge Photo dann digital vorliegt auch noch eine weitere digitale Bearbeitung anschließen, wenn man das möchte …

Vom Negativ direkt oder auch auch dann vom digitalen Negativ können dann schöne Papierabzüge hergestellt werden. Solche richtigen Fotos kann man in die Hand nehmen und man kann sie auch an die Wand nageln und sie gehen nicht dabei kaputt wie z.B. ein IPad …
Sind Sie vielleicht an einem traditionellen Fotoshooting interessiert? Dann schauen Sie sich das Angebot an.

Informationen zu Filmen und traditioneller Fotografie finden Sie z.B. auch hier: Filmphotographie

Auch das Kamera- und Filmzubehörnachschlagewerk Emtus könnte interessant sein.

Hier ein kleines Video zum Thema in englischer Sprache: Shooting on Film …

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